TVB Tirol West
Der Standort des neuen Tourismusgebäudes zählt sowohl aus zeitgeschichtlicher als auch aus geografischer Sicht zu den bedeutendsten Stadträumen der Bezirksstadt. An diesem Ort kreuzen sich seit jeher bedeutende Verkehrs- und Entwicklungsachsen. Das historische Gebäude, ursprünglich als Bahnhof der geplanten Reschenbahn konzipiert, zeugt bis heute von der verkehrsgeschichtlichen Bedeutung des Standortes. Die besondere Lage verleiht dem Ort eine hohe städtebauliche und identitätsstiftende Qualität. Als sichtbarer Ankufts- und Orientierungspunkt bietet er ideale Voraussetzungen für die Positionierung des neuen Tourismusgebäudes. Ein idealer Platz, Raum zu schaffen für die touristische Präsentation der Region, weit erkennbar in alle Richtungen.
Die Grundidee des Projekts ist ein offener Informationspavillon mit überdachten Außenbereichen, der von mehreren Seiten zugänglich ist und als leicht erreichbarer Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher dient. Auf Straßenniveau erscheint das Gebäude als eingeschossige, großzügig überdachte Informationsebene, während es sich auf der Westseite in die natürliche Geländesituation öffnet und dort zusätzliche Ebenen aufnimmt. Durch die Nutzung der bestehenden Baulücke entlang der markanten schrägen Stadtmauer bleibt das stadtbildprägende Reschenscheideckhaus in seiner Wirkung nahezu uneingeschränkt erhalten.
Der Baukörper ist als Split-Level konzipiert und nutzt die begrenzte Grundstücksfläche effizient aus, ohne dabei dominant zu wirken. Trotz der kompakten Ausnutzung mit mehreren versetzten Ebenen erscheint das Gebäude nach außen lediglich ein- bis zweigeschossig. Sichtbeton, ein Raster aus dunklen Stahlstützen sowie eine bronzefarbene Glas-Metall-Fassade prägen die Architektur und ermöglichen weit auskragende Vordächer. Das umlaufende Vordach definiert Vorplätze und Aufenthaltsbereiche, die den Pavillon in den öffentlichen Raum einbinden und seine offene, einladende Atmosphäre unterstreichen.
| Bauherr | TVB Tirol West |
| Ort | Landeck, Tirol |
| Nutzung | Tourismusbüro |
| Fotografie | David Schreyer |